60 Millionen Datensätze stehen deutschen Sicherheitsbehörden zur Verfügung (12.10.06 18:26)
Auf welche Daten können deutschen Sicherheitsbehörden bereits zugreifen? Diese Frage stellte sich die Linksfraktion und stellte einen Antrag an das Bundesinnenministerium, welches daraufhin eine Aufstellung der zentralen Daten anfertigte.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben demnach Polizei, Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Zollkriminalamt Zugriff auf 197 Datenbanken, die 60 Millionen Datensätze enthalten. Viele davon sind Spezialdatenbanken. So z.B. die "Erkennungsdienstliche Behandlung", in der 6 Millionen Fingerabdrücke gespeichert sind.
Die Aufstellung enthält weder die geplante Anti-Terror-Datei, noch die Daten, die vom Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst (BND) und Militärischer Abschirmdienst (MAD) angelegt wurden.